Modernisierung des HVAC-Systems im Hotel: Entfeuchtung nachrüsten

Autor: Technische Abteilung von Mycond

Traditionelle HVAC-Systeme in Hotels werden für Spitzen-Wärmelasten ausgelegt, berücksichtigen jedoch oft nicht, dass die Feuchtelast konstant bleibt. Dies liegt an der kontinuierlichen Lüftung, während die Wärmelast mit Check-in und Check-out der Gäste schwankt. Schaltet der Kompressor aufgrund geringer Wärmelast ab, gelangt weiterhin Feuchtigkeit mit der Aussenluft in das Gebäude, was zu einer Anreicherung in den Räumen und daraus resultierenden Problemen führt.

Die Lösung besteht in der Modernisierung der HVAC-Systeme durch die Ergänzung einer unabhängigen Feuchteregelung. Dieser Ansatz ermöglicht es Hotels in der Schweiz, nicht nur den Gästekomfort zu verbessern, sondern auch die Lebensdauer von Möbeln und weiterer Innenausstattung zu verlängern, die Wartungskosten zu senken und den Ruf des Hauses zu stärken.

Das Problem übermässiger Feuchtigkeit in Hotels

In Hotelbereichen ergibt sich eine besondere Situation: Die Wärmelasten ändern sich im Tagesverlauf stark infolge von An- und Abreisen. Ist ein Zimmer unbesetzt, ist die Wärmelast minimal und die Kühlung läuft selten oder schaltet ganz ab. Die Lüftung arbeitet jedoch weiter und führt Frischluft zu, die Wasserdampf enthält.

Konventionelle Kompressionskälteanlagen erreichen die eingestellte Raumtemperatur schnell, worauf der Kompressor abschaltet. In der abgelaufenen Betriebszeit wird jedoch nicht genügend Feuchtigkeit aus dem Raum entfernt. In der Folge sammelt sich Feuchte an und schafft ein günstiges Milieu für Schimmel- und Pilzwachstum.

Dieses Problem ist in Schweizer Hotels besonders relevant, da die klimatischen Bedingungen erhöhte Feuchte begünstigen und hohe Service-Standards einen tadellosen Zustand der Räume verlangen.

Die Folgen übermässiger Feuchte zeigen sich durch:

  • Muffigen Geruch, der den Gästekomfort beeinträchtigt
  • Schäden an Möbeln, Wandbelägen und weiteren Innenausstattungen
  • Schimmel- und Pilzbildung auf Oberflächen
  • Beschleunigten Verschleiss hochwertiger Möbel und Oberflächenmaterialien

Hotelketten sind regelmässig gezwungen, Zimmermöbel aufgrund feuchtebedingter Schäden zu ersetzen. Dies erfordert erhebliche Investitionen, die sich mit einer angemessenen Feuchtekontrolle hinauszögern liessen.

Industrieller Luftentfeuchter aus verzinktem Gehäuse R410A Mycond MID MSP

Technische Ursachen für Feuchteprobleme

In Hotels und Konferenzräumen können die Wärmelasten im Tagesverlauf stark schwanken. Ein Konferenzsaal kann beispielsweise tagsüber voll belegt und abends leer sein; die Zimmerbelegung ändert sich laufend. Die Feuchtelast bleibt hingegen aufgrund des erforderlichen kontinuierlichen Frischluftvolumenstroms relativ konstant.

Standard-Kühlsysteme sind bei niedrigen Wärmelasten in ihrer Entfeuchtungsleistung stark begrenzt. Für eine wirksame Kondensation von Feuchte an den Wärmetauschern ist eine niedrige Oberflächentemperatur erforderlich; sinkt die Wärmelast, schaltet das System jedoch ab, bevor die für ausreichende Kondensation nötige Taupunkttemperatur erreicht ist.

Psychrometrisch betrachtet bleibt die Luft nach dem Durchgang durch den Kühlwärmetauscher in einer Standard-Klimaanlage nahezu gesättigt (relative Feuchte nahe 100%). Solche Luft kann keine zusätzliche Feuchte aus dem Raum aufnehmen, was zu einer schrittweisen Erhöhung der Raumfeuchte führt.

Ein zusätzlicher Aspekt betrifft Hotels mit Schwimmbädern und Spa-Bereichen. Feuchte Luft aus diesen Zonen kann, sofern keine speziellen Entfeuchtungssysteme vorgesehen sind, über die gemeinsame Lüftung in andere Bereiche des Hotels gelangen und die gesamte Feuchtelast des Gebäudes erhöhen.

Folgen unzureichender Feuchtekontrolle

Übermässige Feuchtigkeit in Hotelräumen führt zu gravierenden negativen Folgen, die sich grob in drei Gruppen einteilen lassen: Sachschäden, Beeinträchtigung der Luftqualität und Reputationsverluste.

Schäden an Möbeln und wirtschaftliche Verluste

Anhaltend erhöhte Feuchte verursacht:

  • Verformung von Holzmöbeln und Parkett
  • Schimmel- und Pilzbefall auf Oberflächen
  • Korrosion metallischer Beschlagteile
  • Ablösen von Wandbelägen und Tapeten

Dies führt zu vorzeitigem Ersatz von Möbeln und Oberflächenmaterialien. Nach Erfahrung der Hotellerie kann eine wirksame Feuchtekontrolle die Lebensdauer der Zimmereinrichtung um 3–4 Jahre verlängern (typischer ingenieurtechnischer Bereich, der unter den konkreten Betriebsbedingungen zu präzisieren ist). Einige Hotelketten konnten ihre Investitionsausgaben dank effektiver Feuchteregelung deutlich reduzieren.

Problem Sick-Building-Syndrom

Bei erhöhter Feuchte entstehen in Luftkanälen nach den Kühlwärmetauschern und in Kondensatwannen ideale Bedingungen für das Wachstum von Mikroorganismen – Schimmel, Pilzen und Bakterien. Dies ist ein klassisches Beispiel für das Sick-Building-Syndrom, bei dem das Gebäude selbst zur Quelle der Luftverunreinigung wird.

Das Wachstum von Mikroorganismen führt zu:

  • Verschlechterung der Raumluftqualität
  • Muffigem Geruch in den Zimmern
  • Potenziellen allergischen Reaktionen bei Gästen
  • Erhöhtem Reinigungs- und Wartungsaufwand für Luftkanäle

Auswirkungen auf Reputation und Wettbewerbsfähigkeit

In der heutigen Welt, in der Hotels um jeden Gast konkurrieren, können selbst kleine Mängel gravierende Folgen haben. Unzufriedene Gäste hinterlassen auf Buchungsplattformen negative Bewertungen und erwähnen muffigen Geruch und Unbehagen. Dies führt zu:

  • Tieferen Bewertungen des Hotels auf Booking, TripAdvisor und anderen Plattformen
  • Weniger Wiederholungsbuchungen
  • Rückgang des Revenue Per Available Room (RevPAR)
  • Wettbewerbsnachteilen auf dem stark umkämpften Schweizer Hotelmarkt

Schwimmbad-Luftentfeuchter gegen Kondenswasser an Fenstern Mycond MBA G

Konzept zur Modernisierung des HVAC-Systems

Die Modernisierung des bestehenden HVAC-Systems durch die Ergänzung einer unabhängigen Feuchteregelung ist eine wirksame und wirtschaftlich sinnvolle Lösung für Hotels, die mit übermässiger Feuchtigkeit zu kämpfen haben.

Prinzip der unabhängigen Regelung von Temperatur und Feuchte

Der Kern der Modernisierung liegt in der Trennung der Funktionen Temperatur- und Feuchteregelung:

  • Die Temperatur wird durch das konventionelle Kühlsystem geregelt (bestehende Kaltwassersätze und Fan-Coils)
  • Die Feuchte wird durch separat installierte Luftentfeuchter geregelt

Dieser Ansatz ermöglicht die Aufrechterhaltung eines optimalen Raumklimas unabhängig von der Wärmelast: Selbst wenn die Kühlung aufgrund geringer Wärmelast abgeschaltet ist, halten Entfeuchter den Feuchtegehalt weiterhin unter Kontrolle.

Konzept der tiefgreifenden Entfeuchtung der Zuluft

Besonders wirksam ist die Strategie der tiefen Entfeuchtung der Zuluft. Entfeuchter werden eingesetzt, um die frische Aussenluft vor dem Eintrag in die Räume vorzubehandeln. Diese getrocknete Luft wirkt wie ein "Schwamm", der überschüssige Feuchte aus den Räumen aufnimmt. So lässt sich die Feuchte auch in Phasen niedriger Wärmelast effektiv steuern, wenn konventionelle Kühlsysteme in Bezug auf Entfeuchtung wenig leisten.

Integrationsoptionen für Entfeuchter

Je nach Betriebsbedingungen und Anforderungen kommen zwei Haupttypen von Entfeuchtern in Frage:

  • Kondensationsentfeuchter – arbeiten nach dem Prinzip, die Luft unter den Taupunkt zu kühlen, die Feuchte zu kondensieren und die Luft anschliessend wieder zu erwärmen. Effizient bei moderaten Temperaturen.
  • Adsorptions- (Desikant-)Entfeuchter – nutzen adsorbierende Materialien, um Feuchte aus der Luft aufzunehmen. Wirksam bei allen Temperaturen, auch bei niedrigen.

Der Vorteil der Modernisierung des bestehenden HVAC-Systems gegenüber einer vollständigen Erneuerung liegt in der deutlichen Einsparung von Investitionskosten. Die Beibehaltung funktionierender Geräte und deren Ergänzung um eine Entfeuchtung kostet wesentlich weniger als der Ersatz des gesamten HVAC-Systems und liefert dennoch das erforderliche Mass an Raumklimakontrolle.

Technische Lösungen für die Modernisierung

Auswahl des Entfeuchtertyps

Die Wahl des Entfeuchtertyps hängt von mehreren Schlüsselfaktoren ab:

  • Temperaturbereich des Einsatzes – Kondensationsentfeuchter sind bei Temperaturen über 12–15 °C effizient (typischer Arbeitsbereich gemäss Herstellerunterlagen zu präzisieren), während Desikant-Systeme bei allen Temperaturen effektiv arbeiten.
  • Erforderlicher Entfeuchtungsgrad – zur Aufrechterhaltung behaglicher Feuchte in Hotelzimmern (typisch 40–50 % relativer Feuchte, genaue Werte hängen von der Raumnutzung und lokalen Normen ab) genügen oft Kondensationsentfeuchter, für tiefe Trocknung können jedoch Desikant-Systeme erforderlich sein.
  • Energieeffizienz – bei Temperaturen über 20 °C sind Kondensationsentfeuchter in der Regel energieeffizienter, bei tieferen Temperaturen haben Desikant-Systeme Vorteile.

Integrationspunkte im bestehenden System

Es gibt mehrere strategische Integrationspunkte für Entfeuchter im HVAC-System:

  • Vortrocknung der Zuluft – Entfeuchter werden in der Aufbereitung der Frischluft installiert, bevor sie mit Umluft gemischt wird.
  • Trocknung vor den Kühlwärmetauschern – reduziert die latente Last der Kühlung, steigert deren Effizienz und verlängert die Lebensdauer.
  • Lokale Entfeuchtung von Problemzonen – Installation separater Entfeuchter in Bereichen mit hoher Feuchtelast.

Berechnung der Feuchtelast

Die korrekte Berechnung der Feuchtelast eines Hotels muss mehrere Feuchtequellen berücksichtigen:

  • Aussenluft gemäss den Luftwechselnormen
  • Infiltration über Lobbytüren und Serviceeingänge
  • Feuchteabgabe durch Personen (Gäste, Personal)
  • Zusätzliche Quellen (Duschen, Schwimmbäder, Wäschereien, Küchen)

Für Hotels mit Schwimmbädern und Spa-Zonen sind separate, spezialisierte Entfeuchtungssysteme vorzusehen, da die Feuchtelast offener Wasserflächen ausserordentlich hoch ist. Diese Systeme sind korrekt mit der allgemeinen Gebäudelüftung zu integrieren, um eine Migration feuchter Luft in andere Zonen zu verhindern.

Steuerungs- und Automationssysteme

Eine effiziente Modernisierung umfasst die Installation eines Automationssystems, bestehend aus:

  • Sensoren für relative Feuchte an Schlüsselstellen
  • Controllern zur Leistungsmodulation der Entfeuchter je nach tatsächlicher Last
  • Integration in das bestehende Gebäudeleitsystem (BMS)
  • Algorithmen zur Optimierung des Energieverbrauchs

Bei Desikant-Systemen kann die Abwärme der Kondensatoren bestehender Kälteanlagen zur Regeneration des Adsorbens genutzt werden, was die Betriebskosten deutlich senkt.

Industrieller Adsorptionstrockner für trockene Bereiche Mycond DESS

Wirtschaftlichkeitsbewertung

Die Modernisierung des HVAC-Systems durch unabhängige Feuchteregelung ist nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.

Senkung der Betriebskosten

Der Hauptökonomische Nutzen liegt in der Verlängerung der Lebensdauer von Möbeln und Oberflächenmaterialien. Für ein Hotel mit 100 Zimmern kann die Einsparung Hunderttausende Schweizer Franken betragen (beispielhafte Annahme, abhängig von Hotelklasse und Möbelkosten), da der Ersatz der Einrichtung um 3–4 Jahre hinausgeschoben wird (typische Verlängerung gemäss Praxis der Hotellerie).

Zusätzliche Einsparungen ergeben sich durch:

  • Geringere Wartungskosten der HVAC-Systeme (selteneres Reinigen von Luftkanälen und Kondensatwannen)
  • Reduzierte Ausgaben für kosmetische Instandsetzung zur Beseitigung feuchtebedingter Schäden
  • Bei Hotels mit Schwimmbädern – geringerer Energiebedarf für die Erwärmung der Zuluft im Winter dank reduzierter Abluftvolumenströme beim Einsatz spezialisierter Entfeuchter

Steigerung der Gästezufriedenheit

Bessere Luftqualität und das Ausbleiben muffiger Gerüche steigern den Aufenthaltkomfort und führen zu:

  • Besseren Bewertungen auf Buchungsplattformen
  • Mehr Wiederholungsbesuchen
  • Steigendem RevPAR (Erlös pro verfügbarem Zimmer) – einer zentralen Kennzahl der Hotellerie

Berechnung der Amortisation

Die typische Amortisationszeit für Entfeuchtungssysteme in Hotels liegt bei 2–4 Jahren (ingenieurtechnischer Richtwert, abhängig vom Ausgangszustand der Anlagen und der Nutzung des Hotels). Dieser Wert berücksichtigt:

  • Anschaffung und Installation
  • Jährliche Einsparungen bei Möbelerneuerung und Wartung
  • Umsatzsteigerung durch höhere Auslastung und durchschnittlichen Zimmerpreis
  • Zusätzliche Stromkosten für den Betrieb der Entfeuchter

Über eine typische Nutzungsdauer der Entfeuchtungstechnik von 20 Jahren kann der kumulierte ökonomische Effekt die Anfangsinvestition um das 10- bis 15-Fache übertreffen (illustrative Schätzung unter günstigen Bedingungen, keine projektbezogene Garantie).

Praktische Umsetzungsempfehlungen

Begutachtung des bestehenden HVAC-Systems

Vor Beginn der Modernisierung ist eine gründliche Prüfung des bestehenden HVAC-Systems erforderlich zur Bewertung von:

  • Zustand und Effizienz der Kühlwärmetauscher
  • Oberflächentemperaturen der Wärmetauscher im Betrieb
  • Latenter Entfeuchtungsfähigkeit des Systems
  • Vorhandenen Wärme- und Feuchtelasten
  • Möglichkeiten zur Integration neuer Geräte

Minimierung der Feuchtelasten

Parallel zur Installation von Entfeuchtern ist es sinnvoll, den Feuchteeintrag zu reduzieren durch:

  • Verbesserung der Gebäudehülle
  • Beseitigung übermässiger Luftleckagen an Türen und Fenstern
  • Optimierung der Lüftung (Reduktion der Frischluftmengen auf das normativ zulässige Minimum)
  • Einbau von Luftschleiern an Eingängen

Einführungsstrategie

Zur Risikominimierung wird eine schrittweise Umsetzung empfohlen:

  1. Pilotprojekt in einem Flügel oder auf einem Stockwerk zur Evaluierung der Wirksamkeit
  2. Auswertung der Ergebnisse und Anpassung des Ansatzes
  3. Schrittweise Umsetzung in weiteren Hotelbereichen

Dieser Ansatz ermöglicht es, die Lösung an die konkreten Betriebsbedingungen zu optimieren und Unannehmlichkeiten für Gäste während der Modernisierung zu minimieren.

Auswahl der Aufstellorte

Je nach Gebäudekonfiguration und bestehendem HVAC-System können Entfeuchtungsgeräte platziert werden:

  • Auf dem Dach (für zentralisierte Zuluftentfeuchtung)
  • In Technikräumen in der Nähe bestehender Lüftungsanlagen
  • In Etagen-Nebenräumen (für lokale Entfeuchtung)
  • Direkt in Bereichen mit hoher Feuchtelast (Spa, Schwimmbäder)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann Entfeuchtung hinzugefügt werden, ohne bestehende Kaltwassersätze zu ersetzen?

Ja. Dies ist der Hauptvorteil des Konzepts der unabhängigen Feuchteregelung. Die bestehenden Kaltwassersätze erfüllen weiterhin ihre Kühlfunktion, während zusätzlich installierte Entfeuchter die Feuchte kontrollieren. So bleiben Investitionen in funktionierende Geräte erhalten, und lediglich die für die Entfeuchtung verantwortlichen Komponenten werden ergänzt.

Wie viel kostet die Modernisierung des HVAC-Systems eines Hotels?

Die Kosten der Modernisierung hängen von mehreren Schlüsselfaktoren ab:

  • Grösse des Hotels und Anzahl der Zimmer
  • Gewählter Entfeuchtertyp (Kondensation oder Desikant)
  • Komplexität der Integration in das bestehende System
  • Erforderliche Modifikationen an Luftkanälen
  • Montagekosten in der jeweiligen Region

Die exakten Kosten können erst nach technischer Begehung des Objekts und Ausarbeitung des Modernisierungskonzepts bestimmt werden.

Wie lang ist die tatsächliche Amortisationszeit eines Entfeuchtungssystems?

Die Amortisationszeit wird für jedes Objekt individuell berechnet unter Berücksichtigung von:

  • Anfangsinvestitionen
  • Wert der Möbel und Oberflächenmaterialien in den Zimmern
  • Hotelkategorie und durchschnittlicher Zimmerpreis
  • Bestehenden Feuchteproblemen und deren Einfluss auf die Reputation

Der typische Amortisationszeitraum beträgt 2–4 Jahre (ingenieurtechnischer Richtwert Kategorie B, der im Rahmen der detaillierten Finanzanalyse des konkreten Objekts präzisiert wird).

Wie hoch ist die optimale Luftfeuchtigkeit für Hotelzimmer?

Der optimale Bereich der relativen Feuchte für Hotelzimmer liegt bei 40–50 % (typischer ingenieurtechnischer Bereich gemäss Planungspraxis). Konkrete Werte hängen von Klimazone, Saison und Raumcharakteristik ab.

Bei diesem Feuchteniveau:

  • Steigt der Gästekomfort
  • Minimiert sich das Risiko von Schimmel- und Pilzwachstum
  • Werden Schäden an Möbeln und Oberflächenmaterialien verhindert
  • Optimieren sich die Energieaufwendungen zur Aufrechterhaltung des Raumklimas

Wie lassen sich Entfeuchter in das bestehende Managementsystem integrieren?

Moderne Luftentfeuchter verfügen in der Regel über Standard-Schnittstellen zur Anbindung an Gebäudeleitsysteme (BMS) über Modbus, BACnet oder KNX. Dadurch lassen sie sich für zentrales Monitoring und Steuerung in das bestehende System integrieren.

Fehlt im Hotel ein zentrales Managementsystem, können Entfeuchter autonom anhand ihrer integrierten Feuchtesensoren arbeiten. Ebenso ist der Aufbau eines separaten Entfeuchtungs-Managementsystems mit späterer Einbindung in das übergeordnete Gebäudeleitsystem möglich.

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Fazit

Die Modernisierung von Hotel-HVAC-Systemen durch unabhängige Feuchteregelung ist eine wirksame und wirtschaftlich sinnvolle Antwort auf ein grundlegendes Ingenieurproblem: Konventionelle Systeme können bei niedrigen Wärmelasten nicht effektiv entfeuchten, während die Feuchtelast konstant bleibt.

Zentrale Vorteile dieser Modernisierung:

  • Technische Effizienz – die Trennung der Funktionen Kühlen und Entfeuchten optimiert den Betrieb bei wechselnden Lasten
  • Wirtschaftlichkeit – relativ geringe Anfangsinvestitionen ermöglichen erhebliche Einsparungen bei Betrieb und Möbelaustausch
  • Erhalt der bestehenden Technik – Modernisierung erlaubt die Nutzung der vorhandenen Kaltwassersätze und Fan-Coils und ergänzt deren Funktionalität
  • Mehr Gästekomfort – bessere Luftqualität und die Beseitigung von Feuchteproblemen verbessern die Wahrnehmung des Hotels

Bei der Auswahl der technischen Lösung sollten folgende Prioritäten im Vordergrund stehen:

  • Zuverlässigkeit der Geräte und einfache Integration in bestehende Systeme
  • Energieeffizienz zur Minimierung der Betriebskosten
  • Geringe Wartungsanforderungen zur Senkung der Betriebskosten
  • Möglichkeit einer schrittweisen Umsetzung zur Optimierung der Investitionen

Für Schweizer Hotels, in denen ein hoher Servicestandard selbstverständlich ist und Immobilien wie auch Ausstattungen kostspielig sind, schafft die Investition in Feuchtekontrolle einen langfristigen Wettbewerbsvorteil – durch höhere Servicequalität und optimierte Betriebskosten über Jahrzehnte der Nutzung.